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Lebenslauf des Christbaumes

Der beliebteste Baum des Jahres - „Der Christbaum“

von Kummer Toni – „Der Waldviertler Christbaumbauer“

Der Christbaum wurde im Laufe der Jahrhunderte zum wohl bekanntesten und beliebtesten Weihnachtssymbol. Christbäume hatten schon immer eine religiöse Bedeutung, weil sie als Zeichen des Lebens, der Fruchtbarkeit und des Wachstums gelten.
Schon im Mittelalter schmückten die Menschen ihre Wohnstätten mit immergrünen Zweigen von Fichte, Tanne, Kiefer, Eibe, Wachholder oder Mistel. Die Lebenskraft, die in den Pflanzen steckte, galt als Zeichen der Hoffnung auf ein Wiedererwachen der Natur, als Symbol des Lebens. Als frühester Beleg für einen mit Sternen und Lichtern verzierten Christsbaum gilt ein Kupferstich aus dem Jahr 1509. Später begann man, diesen Tannenbaum oder Tannenzweige am Weihnachtsabend mit Festtagsgebäck, Äpfeln und Kerzen zu schmücken. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts fand der Christbaum in den Kirchen und vielen Familien Einzug. Dies ist die Geschichte, wie der Christbaum zum beliebtesten Weihnachtssymbol geworden ist. Wie entwickelt sich eine Christbaumpflanze zum Christbaum? Haben Sie sich die Frage auch schon gestellt? Im Lebenslauf eines Christbaumes wird einiges klar, was sich übers Jahr abspielt.

Mein Lebenslauf als Christbaum

Als Sämling erblickte ich in einer Forstbaumschule das Licht der Welt. Nach einiger Zeit wurde ich in ein größeres Saatbeet umgepflanzt. In den nächsten 2 Jahren kam ich in einen Baumkindergarten, wo ich Dank guter Pflege vom Besitzer des Baumkindergartens eine Höhe von ca. 30 cm erreichte. Dann kam ich zur Familie Kummer wo ich die nächsten Jahre mein Zuhause fand.
In diesen Jahren habe ich alle 4 Jahreszeiten erlebt. Im Frühjahr, wenn durch die Kraft der Sonne der Schnee schmilzt, werden ich und meine Freunde mit einer Maschine in den Ackerboden gepflanzt, um dort zu einem wunderschönen Christbaum heranzuwachsen. Nach einiger Zeit, wenn es wärmer wird, beginnt zwischen uns das Gras zu wachsen. Damit wir für unser Wachstum genügend Licht und Sonne bekommen, gibt es bei Fam. Kummer Schafe, auch lebende Rasenmäher genannt. Diese fressen das Gras und achten darauf, dass ich als Kleinchristbaum immer über das Gras blicken kann. Zur Unterstützung wird mit einem am Traktor angebautem Mähwerk gemäht. Zwischen Mai und August kommt die Zeit, wo alle Augen auf uns gerichtet sind, denn da findet das richtige Wachstum statt.
Jeder von uns wird mit viel Sorgfalt zurecht geschnitten, das nennt man Formschnitt, um sich von der schönsten Seite präsentieren zu können. Fam. Kummer verbringt sehr viel Zeit bei uns, um jeden einzelnen von uns zu pflegen und zu hegen. Ab August bis Ende Oktober werden viele von uns Christbäumen auserwählt, wer zum Verkauf ausgesucht wird oder wer noch ein weiteres Jahr wachsen soll. Dazu bekommen wir eine Schleife, die uns als Kummer Toni- Christbaum auszeichnet. Mein allergrößter Wunsch kann mir jetzt erfüllt werden. Ich werde als Weihnachtsbaum frisch geschnitten nach Wien, oder in andere Bundesländer gebracht, wo ich mich immer freue, wenn ich von Kindern und Erwachsenen bestaunt und bewundert werde. Jetzt erfreue ich mich besonders, bei ihnen in der Wohnung sein zu dürfen, wo ich dann im Kreise ihrer Familie in voller Pracht erstrahle und so den Heiligen Abend zum schönsten und besinnlichsten Fest des Jahres machen kann. So vergeht die Zeit und das alte Jahr gibt dem neuen Jahr die Hand zum Abschied und zur Übergabe der nächsten vier Jahreszeiten. Die anderen Bäume in der Christbaumkultur sind in der Winterruhe und in Schnee gehüllt und bereiten sich wieder auf den Frühling vor. Alle Bäume, die das Christbaumfeld verlassen haben und am Weg zum schönsten Fest des Jahres sind oder waren, findet ein kleiner Baum wieder Platz, um in den nächsten Jahren zu einem großen Christbaum heran wachsen zu können. Viel Freude mit mir, ein wiederkehrendes schönes Fest und alles Gute im ganzen Jahr wünscht Ihnen

Ihr Christbaum.

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